Brennholzbeschaffung mit Hilfe einer Wippsäge

Wer ein knisterndes, wärmespendendes Kaminfeuer der trockenen Heizungsluft vorzieht, der steht zwangsläufig vor der Entscheidung sein Kaminholz entweder zurecht geschnitten zu kaufen oder selber zurecht zu sägen um es dann in einem Kaminholzregal zur Trocknung zu lagern.

Wie du einen Baum fällst und was im Umgang mit einer Kettensäge zu beachten ist, das haben wir bereits in einem anderen Beitrag erklärt. In diesem soll es nun darum gehen, dir näher zu bringen wie man den gefällten Baum in handelsübliche Holzscheite für den Kamin verarbeitet. Wie das sehr oft der Fall ist, gibt es auch hierbei mehrere Wege die uns zum Ziel führen.

Am häufigsten wird sicherlich die klassische Weiterverarbeitung mit einer Kettensäge bevorzugt. Diese ist bereits beim Fällen des Baumes vorhanden und kann so weiterverwendet werden. Was im Wald noch sehr nützlich und Problemlos vonstattengeht, birgt zu Hause im Garten jedoch einige Nachteile. Zum einen ist die Kettensäge das wohl lauteste Werkzeug was uns zur Verkleinerung des Brennholzes zur Verfügung steht. Das mag im Wald kein Problem darstellen, zu Hause wo man durchaus auch Rücksicht auf die Nachbarschaft nehmen muss, kann dies allerdings schnell zu ärger führen. Diese werden sicherlich nicht erfreut sein, wenn du Stundenlang mit der Kettensäge im Garten die Bäume zerkleinerst. Die sowieso schon sehr Geräuschstarke Kettensäge kann Ihre Lautstärke durch den Schall der zwischen den Häusern entstehen kann noch einmal steigern.

Ein weiterer negativer Punkt ist das hohe Gewicht der Kettensäge, das zu einer überaus hohen körperlichen Belastung führt. Denn nach jedem zugeschnittenen Holzscheit muss die Säge abgeschaltet und zur Seite gelegt werden um das Holz in das Kaminholzregal zu legen. Danach wird die schwere Säge wieder aufgenommen und neu gestartet. Diese Prozedur wird nach einer gewissen Zeit unweigerlich körperlich Anstrengend sein.

Eine Körperlich schonendere Möglichkeit ist es, das Holz mit Hilfe einer Tischkreissäge zurecht zu sägen. Um Brennholz zu sägen Bedarf es auch kein teures Modell. Eine einfache Tischkreissäge aus dem Baumarkt mit einem passenden Sägeblatt ist völlig ausreichend. Schließlich möchten wir keine passgenauen Quer, Längst oder Gehrungsschnitte vollziehen, sondern Brennholz zurechtsägen und hierfür ist keine Millimeter Arbeit notwendig.

Allerdings birgt auch die Tischkreissäge Nachteile. Da das Brennholz im rohen Zustand über keine glatte Oberfläche verfügt, sondern rau und uneben ist, besteht die Gefahr, dass das Holz auf dem Sägetisch wackelt. Das wiederum kann im schlimmsten Fall zu einen gefährlichen Unfall führen. Beispielsweise wenn das Holzstück verkantet und vom rotierenden Sägeblatt zurückgeschlagen wird. Eine weitere Gefahrenquelle ist die Unachtsamkeit die entstehen kann, wenn man über einen längeren Zeitraum immer wieder dieselbe Bewegung macht. Hier besteht die Gefahr beim Sägen nicht Achtsam genug zu sein und einen Unfall herbeizuführen.

Die weitaus geeignetere Lösung ist die Nutzung einer sogenannten Wippsäge. Die Wippsäge ist eigens für die Verarbeitung von Brennholz konstruiert und berücksichtigt dabei alle relevanten Arbeits- und Sicherheitsfaktoren. Sie ist wird stationär genutzt und verfügt über ein besonders großen Sägeblatt. An vielen Modellen sind Räder angebracht, wodurch man die Wippsäge, sollte man sie nicht benötigen leicht transportieren und zur Seite stellen kann.

Am vorderen Bereich der Säge befindet sich der Schlitten (die sogenannte Wippe) über dem das Holz auf das Sägeblatt zugeführt wird. In der Wippe befinden sich Haken die sich in das Holz Krallen. Somit wird das verrutschen innerhalb der Wippe vermiedenen, wodurch das Verletzungsrisiko verringert wird. Auch die körperlichen Belastungen minimieren sich bei dem Arbeiten mit der Wippsäge, da die einzige Bewegung die wir machen müssen, das Einlegen der Holzstücke in den Schlitten ist.

Mit dem momentan am häufigsten vertretenen Sägen kannst du Holz-Durchmesser von bis zu 22 Zentimeter problemlos zusägen.

Wenn du nun vorhast dir eine Wippsäge zu kaufen, achte dringend darauf, welche Stromversorgung das von dir gewählte Modell benötigt. In vielen Sägen ist ein Drehstormmotor verbaut der dementsprechend mit Drehstrom, auch Stark oder Baustrom genannt, betrieben wird. Die Steckdosen die über 400 Volt Anschlüsse verfügen (Hausstrom hat 230 V) erkennst du an ihrer riten Farbe und der markanten PIN Optik. Steht dir nun kein Starkstromanschluss zur Verfügung musst du dich entweder für eine andere Säge entscheiden oder dir eine von einem Elektriker montieren lassen. Das ist in der Regel relativ Problemlos und auch nicht mit hohen Kosten verbunden. Wählst du eine Wippsäge mit normaler 230V Spannung musst du natürlich Leistungseinbußen in Kauf nehmen.



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